Freitag, 23. Januar 2015

Die Haustechnik

Neben der Planung von Grundrissen, Raumaufteilungen und Funktionen ist auch die Planung einer modernen und zeitgemäßen Haustechnik und Steuerung ein wichtiger Aspekt beim Neubau. Deshalb berichte ich heute mal darüber, was wir so ausgewählt haben:

Heizung

Durch den KfW-70 Standard sind u. a. einige Auflagen hinsichtlich des Energieverbrauchs zu berücksichtigen. Etwa die Art der Primärheizung (Gas, Wärmepumpe, usw.), das Heizsystem (Fußbodenheizung, Heizkörper, usw.) und ggf. der Einsatz von regenerativen Energien (Sonne, Wind, Erdwärme, usw.) 

Um den KfW-70 Standard zu erreichen haben wir uns für die Kombination aus bewährter Gasbrennwerttechnik zur Versorgung der Fußbodenheizung im gesamten Haus und des Brauchwassers und einer dezentraler Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung entschieden.
Zum Einsatz kommt hier eine Gastherme des Herstellers Vissmann Vitodens-300W mit einem untergestellten 150 Liter Behälter für das Brauchwasser.
 
Da wir nur zu zweit sind, reicht dieser Behälter aus. Hat man aber mehr Personen im Haushalt, sollte man einen größeren Behälter wählen. Möchte man Solarpanels zur Erwärmung des Brauchwassers verwenden, werden sowieso größere Wasserspeicher eingebaut.


Lüftung

Jeder muss für sich entscheiden, ob er überhaupt eine Lüftung haben möchte und wenn ja zwischen zentaler und dezentraler Anlage wählen. Es gibt natürlich für alles Vor- und Nachteile und diese sind im Internet überall zu finden.
 
Aufgrund der Anschaffungs- und Wartungskosten, haben wir uns für eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung entschieden. Es gibt mittlerweile einige Anbieter solcher Anlagen. Gewählt haben wir die Lüfter des Herstellers Lunos
 
Die neue Lüftergeneration e2 und die Ablüfter RA15-60 bieten neben einer optisch unauffälligen Wandinstallation, einfachen Zugang und Reinigung der Filter auch einen äußerst geräuscharmen Betrieb. Ein weiterer Vorteil ist die Integration in eine vorhandene Hausautomation (KNX).


Beleuchtung

In nahezu allen Aufenthaltsräumen und Fluren kommen als Hauptbeleuchtung Deckeneinbauspots zum Einsatz. Im Erdgeschoss besteht die Decke aus Beton. Um nicht die Decke abhängen zu müssen, was sich negativ auf die Raumhöhe auswirken würde oder gar hinterher Kernbohrungen vornehmen zu müssen (der Statiker freut sich), haben wir sog. Betoneinbautöpfe HaloX und HaloX-P Dosen der Firma Kaiser bereits ab Werk in die Decke mit einbauen lassen. Wir haben auch vorher unseren Bauträger über die Anzahl und Position der Töpfe informiert, sodass dies in die Statikberechnung mit einfließen konnte. Bei den HaloX-P Dosen sind Trafotunnel dabei, um beim Beleuchtungssystem z. B. auf DALI oder DMX umrüsten zu können.

Momentan kommen noch Halogenleuchtmittel mit 35 Watt aus Restbeständen zum Einsatz. Wir planen jedoch relativ schnell auf LED umzurüsten. Bei 26 Deckenspots a 35 Watt kommt man bei 100% Dimmleitung auf satte 910 Watt. Mit LEDs wären wir bei 4 Watt und 100% Dimmleitung bei insgesamt nur 104 Watt.

Im Dachgeschoss müssen wir jedoch schon aufgrund des geringen Platzes zwischen der Dampfsperre und der Gipskartondecke (ca. 8 cm) LEDs verbauen. Hier haben wir uns für die Philips Master LED spot 4 W, 827 extra GU10 dimmbar entschieden.
 

Elektrische Rollos

In allen Schlafräumen und Nebenräumen wurden elektrisch bedienbare Rollo-Panzer aus Aluminium eingebaut. Diese sind zwar etwas teurer als welche aus Kunststoff, haben aber auch Vorteile was Dämmung, Schall, Robustheit und Einbruchsschutz angeht.

Elektrisch weil wir keine Gurtwickelkästen haben wollten (Optik, Verschleiß, Dämmung) und Alurollos auch um einiges schwerer sind als Kunstoffrollos. Nicht zuletzt auch wegen der Integration in die Hausautomation. Als Rollomotoren sind die Somfy Oximo WT verbaut.


Elektrische Raffstores

…sind einfach schön! Aber auch teuer und empfindlich. Und trotzdem sieht das Licht, welches durch die Lamellen scheint einfach toll aus und man versperrt sich trotz Beschattung nicht die Sicht nach draußen in den Garten.

Natürlich auch wieder elektrisch, sollte aber auch ohne Hausautomation in Betracht gezogen werden, da eben aufgrund der Empfindlichkeit diese bei starkem Wind sofort nach oben gefahren werden müssen.
 
Raffstores haben wir nur im Wohn- und Essbereich und in der Küche. Ansonsten sind Rollos im Einsatz. Gerade im Schlafzimmer möchte man es richtig dunkel haben und die Raffstores, die wir haben, sind hierfür nicht so gut geeignet.

 
Steckdosen

Generell: Die Anzahl Standard Steckdosen reichen nie!

Wir haben versucht, zumindest jede Wand eines Raumes mit 2-fach Steckdosen auszustatten. Sodass man nie gezwungen ist, eine Leitung von einer Wand zur gegenüberliegenden legen zu müssen.
Aus Kostengründen wählten wir das Gira Schalterprogramm Standard 55.
Die Montagerahmen lassen sich im nachhinein sehr einfach gegen andere Modelle austauschen (z. B. Glasrahmen). Bei den sichtbaren Steckdosen möchten wir das nach und nach auch tun.


SAT

Eine einzige SAT-Dose im Haus ist natürlich auch nicht unbedingt zeitgemäß. Von daher haben wir dem Wohnzimmer noch eine spendiert und die Aufenthaltsräume im Dachgeschoss ebenfalls mit je zwei Dosen wieder an den gegenüberliegenden Wänden ausgestattet.

Die SAT Anlage ist von Kathrein mit einem Kathrein LNB und 8-fach Multiswitch, der im Spitzboden in einem eigenen Unterverteiler seinen Platz gefunden hat.


Klingelanlage

Verguckt haben wir uns in die neue Anlage von Gira (System 106).
Aber leider ist diese noch nicht erhältlich :-(
Der Veröffentlichungstermin wurde leider auch verschoben. Also müssen wir uns hier noch ein wenig gedulden.

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